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02.10.2017Vortrag beim Pädagogischen Tag der Bilingualen Grundschule der FuU
Am 2. Oktober wird das Anna-Wolf-Institut einen Vortrag zum Thema "Emotionale Intelligenz" im Rahmen des Pädagogischen Tags der Bilingualen Grundschule der FuU halten. Bei dem Vortrag und der anschließenden...   mehr


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27.03.2017

„Auf den Lehrer kommt es an“ Anna-Wolf-Institut Heidelberg und Johannes-Diakonie luden zum Fachgespräch zur Förderung sozial-emotional Hochbegabter

„Ein ungewöhnliches, aber spannendes Thema“, stellte Dr. Hanns-Lothar Förschler fest. Der Vorstandsvorsitzende der Johannes-Diakonie begrüßte im Kultur- und Begegnungszentrum „fideljo“ zum Fachgespräch mit dem Thema „Förderung sozial-emotional Hochbegabter“. Dazu hatten das Anna-Wolf-Institut Heidelberg in Kooperation mit der Johannes-Diakonie eingeladen.

Martin Holler, Direktoriumsmitglied des Instituts, freute sich, dass neben dem Vorstandsvorsitzenden auch der Pädagogische Vorstand der Johannes-Diakonie Jörg Huber am Fachgespräch teilnahm. Holler betonte in seinen einführenden Worten die Alltagsbedeutung sozial-emotionaler Kompetenzen. Er verwies jedoch auch darauf, dass das Konzept „sozial-emotionale Hochbegabung“ erst noch entwickelt werden müsse. Ziel des Anna-Wolf-Instituts sei es, Möglichkeiten zu finden, wie sozial-emotionale Kompetenzen wirksam und nachhaltig gestärkt werden können. Umgesetzt werden soll das durch die Förderung von Wissenschaft, Forschung, Erziehung und Bildung.

Prof. Silke Hertel, Geschäftsführende Direktorin am Institut für Bildungswissenschaften der Universität Heidelberg, eröffnete die Impulsreihe mit einem Vortrag über personale Kompetenzen bei Lehrkräften. Sie bezog sich auf internationale Studien und hob besonders hervor: „Auf den Lehrer kommt es an.“ Sie belegte, wie wichtig nicht nur die fachlichen, sondern auch die personalen Kompetenzen der Lehrkräfte für einen gelingenden Unterricht seien. Prof. Hertel betonte in der Diskussion, dass auch personale Kompetenzen gelehrt und gelernt werden können und bezog sich dabei auf Erfahrungen in der Ausbildung von Lehramtsstudierenden.

„Sozial-emotionale Hochbegabung unter psychiatrischer Perspektive“ lautete der Titel des Beitrags von Dr. Karsten Rudolf. An drei Fallbeispielen schilderte er, wie sozial-emotionale Begabungen sowohl zu einem Risiko für Betroffene als auch zu einer wichtigen Ressource im Therapieprozess werden können. Dr. Rudolf zeigte auf, wie die emotionalen Kompetenzen den Patienten selbst halfen und wie sie diese auch zur Unterstützung von Mitpatienten einsetzten.

Die pädagogische Perspektive zum Thema beleuchtete Diplom-Pädagoge Manfred Weiser. Er brachte sein Unverständnis darüber zum Ausdruck, dass Hochbegabungen zum Beispiel im kognitiven sowie künstlerischen Bereich gefördert würden, es aber keine systematische Förderung von sozial-emotional Hochbegabten gebe. Weiser wolle die Förderung der Hochbegabten allerdings nicht als Gegensatz zur generellen Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen verstanden wissen. Zur systematischen Förderung brauche es ein wissenschaftliches Konzept, verbunden mit einem diagnostischen Instrumentarium und entsprechende Förderansätze. „Angesichts der enormen gesellschaftlichen Herausforderungen sollten wir uns den Luxus, diese Fähigkeiten nicht zu fördern, nicht mehr gönnen.“

Im abschließenden Gespräch sahen die Teilnehmenden die Notwendigkeit, sozial-emotionale Kompetenzen und Hochbegabung systematisch zu fördern. Das Fachgespräch wurde hierbei als Anfang gesehen.



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